Traumsensitives Yoga
Diese Gruppe ist eine ergotherapeutisch angeleitete
Gruppenbehandlung mit körperorientiertem Schwerpunkt. Es handelt sich
nicht um reguläre Yogastunden, sondern um ein therapeutisches Angebot, das traumasensitiv und funktionell ausgerichtet ist. Ziel ist die Stärkung grundlegender körperlicher und psychischer Leistungsfunktionen, die für Handlungsfähigkeit im Alltag erforderlich sind.
Viele Menschen mit psychischen Belastungen oder Traumafolgestörungen erleben:
· eingeschränkte Körperwahrnehmung,
· anhaltende Muskelanspannung oder Erschöpfung,
· Schwierigkeiten mit Selbstregulation,
· ein unsicheres oder distanziertes Körpererleben.
Diese Faktoren können die Ausführung alltäglicher Betätigungen (z. B. Arbeit, Selbstversorgung, soziale Interaktion, Freizeit) erheblich beeinträchtigen. Das traumasensitive Yoga setzt hier gezielt an, indem sanfte, kontrollierbare Bewegungen, Atem- und Wahrnehmungsübungen genutzt werden, um Körperwahrnehmung, Belastbarkeit und Regulationsfähigkeit schrittweise zu verbessern.
Die eingesetzten körperlichen Techniken dienen dabei nicht der Leistungssteigerung im sportlichen Sinn, sondern der Förderung von Stabilität, Orientierung und Selbstwirksamkeit. Alle Übungen sind wahlfrei, anpassbar und ressourcenorientiert, sodass Teilnehmende jederzeit Tempo, Intensität und Ausführung selbst bestimmen können. Dies unterstützt ein sicheres Körpererleben und stärkt die Fähigkeit, eigene Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren.
Matten sowie weiteres benötigtes Zubehör werden von uns zur Verfügung gestellt.
Die Dauer der Teilnahme können Sie individuell selbst bestimmen; es besteht keine feste Mindestteilnahmezeit. Erforderlich ist eine ergotherapeutische Heilmittelverordnung für psychisch-funktionelle Behandlung.
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